Objekte

Im Mittleren Hollental 29

Das villenähnliche Haus wurde in U-Form in den Jahren 1979/80 von den Architekten Heiner Spilker und Robert Krekeler erbaut. Die gesamte Einrichtung wurde von Firmen – insbesondere Möbelfirmen – des heimischen Raumes hergestellt. U. a. eine Sitzgarnitur von der Firma Ludwig Finkeldei, Nieheim, ein großes Schleiflack-Schlafzimmer mit zusätzlichem Schrankraum von der Firma Franz Finkeldei, eine weitere Sitzgarnitur von der Firma Kuhlmann & Lalk, Blomberg, Schrankwand und Schreibtisch der Firma Bernard Frechen. Und die große Schiebetür zum Wohnzimmer zeigt das Wappen von Steinheim auf der einen und das Wappen von Hamburg auf der anderen Seite, geschnitzt durch den Bildhauer Fritz Hörning. Der Bildhauer Klaus Hundacker schnitzte die große Weihnachtskrippe und den großen Wohnzimmerschrank aus Eiche. Dieser zeigt auf der linken Seite Motive der Familie Frisch aus Hamburg, auf der rechten Seite Motive der Familien Böger / Lohe aus Steinheim. Das Bad – ganz aus Marmor – wurde von Herrn Dr. Lohe entworfen und von der Firma Stelzer in Höxter-Ovenhausen ausgeführt. Im Obergeschoß befinden sich Möbel der Firma Spilker – eine Anrichte und eine Vitrine. (Weitere Möbel, die den von der Firma Spilker hergestellten ähneln, wie z.B. ein großes Sideboard, ein Schreibtisch etc. stammen wahrscheinlich nicht von der Firma Spilker.) Außerdem steht im Obergeschoß ein Schlafzimmer der Firma Pollmann aus den 30er Jahren sowie ein Schreibtisch und eine Schrankwand der Firma Frechen. In der Kellergeschoßwohnung befindet sich ein komplettes Wohnzimmer der Firma Pollmann, Steinheim. Sämtliche Türen im Erdgeschoß sind in Furnier und Farbe den in den betreffenden Räumen stehenden Möbeln angepasst, z. B. Mahagoni oder Schleiflack. Sie wurden von der Tischlerei Riesemeier in Lothe hergestellt.

 

 

Marktstr. 6

erbaut 1885

Der Steinheimer Architekt Wilhelm Hörling entwarf 1885 das aufwändige Bürgerhaus für den jüdischen Viehhändler Julius Becher. Später kam es in den Besitz des Metzgermeisters Lammersen, von dem es 1916 der Zahnarzt Alays Böger erwarb. Zuletzt gehört es seinem Enkel, dem Zahnarzt Dr. Lohe, der es der Stiftung vermachte. Die aus glasierten gelben und braunen Klinkersteinen  gestaltete Fassade lehnt sich sowohl im Material wie in ihrer reichen Gliederung an die im Jahr zuvor entstandene neue Synagoge an der oberen Marktstrasse an. In ihrer Entstehungszeit demonstrierten die Bauwerke an den beiden Polen der Marktstrasse die Blütezeit jüdischen Lebens in Steinheim.

Auf der Wandseite zur Kirche hängt ein Glockenspiel. Im Jahre 1979 wurde dieses Glockenspiel von der Fa. Korfhage in Melle für das Wohnhaus des Zahnarztes Dr. Elmar Lohe angefertigt. Es hat 16 Glocken, diese wurden in der Gießerei Petit & Fritsen in Aarle-Rixtel in den Niederlanden gegossen. Im Jahre 2005 schenkte Dr. Lohe das seit 1981 nicht mehr genutzte Glockenspiel der
Bürgerstiftung Steinheim. Der Heimatverein Steinheim hat in Zusammenarbeit mit der Stadt, den Stadtwerken und der Bürgerstiftung die Anlage vollständig überarbeiten und neu aufbauen  lassen. An neuer Stelle soll es den Bürgern Freude bereiten und das Stadtzentrum beleben. Spielzeiten:
9.30 Uhr l2.30 Uhr 16.30 Uhr 18.30 Uhr.

 

 

Papiermühlenweg

 

Das jetzige Grundstück hieß vorher in der Uhlenmersch.Es wurde gebaut von einem Herrn Scheibner, der ursprünglich in Kassel an der Kunstakademie Malerei studiert hatte. Da er von der Malerei allein wohl nicht leben konnte, lernte er Gärtnerei und war zuletzt Oberst im Reichsarbeitsdienst. Nach dem Krieg kaufte er von dem mit Ihm befreundeten Baron von Kanne ursprünglich ca. 10 Morgen, auf das er das jetzt bestehende Haus setzte. Im Rentenalter verkaufte er das gesamte Grundstück an die Stadt, die dort eine Stadtgärtnerei eingerichtet hat. Die Stadt wiederum verkaufte es an die Landschaftsgärtnerei Dirks. Vor einiger Zeit ging es in den Besitz von Dr. Elmar Lohe über, der es im Jahre 2010 der Stiftung vermachte mit samt dem Gelände, Halle und Büro.

 

Lügde

Höxter – Str. 30 eingangs der Stadt gegenüber der kleinen Kapelle. Es handelt sich um ein ehemaliges Bauernhaus das von der Stiftung umfassend renoviert wird. Es entstehen energie-effiziente und zum teil Alten-und Behinderten gerechte Wohnungen. Das Grundstück hat einen längeren Uferanteil an der Emmer der als Biotop oder zur Erholungszwecken genutzt werden könnte.